Wie sind Wellenlängengenauigkeit, Wellenlängenreproduzierbarkeit, Wellenlängenauflösung und Bandbreite definiert?

Dokument-ID

Dokument-ID TE614

Version

Version 1.0

Status

Status Veröffentlicht

Veröffentlichungsdatum

Veröffentlichungsdatum 19.06.2018
Frage
Wie sind Wellenlängengenauigkeit, Wellenlängenreproduzierbarkeit, Wellenlängenauflösung und Bandbreite definiert?
Zusammenfassung
Definition von Wellenlängengenauigkeit, Wellenlängenreproduzierbarkeit, Wellenlängenauflösung und Bandbreite
Antwort
Die Wellenlängengenauigkeit ist die Fähigkeit des Geräts, bei der ausgewählten Wellenlänge zu arbeiten. Anders ausgedrückt: Wenn eine zentrale Wellenlänge von 546 nm ausgewählt wird, kann die tatsächliche zentrale Wellenlänge, die durch die Probe geschickt wird, bei einer Wellenlängengenauigkeit von ± 1,5 nm minimal 544,5 bzw. maximal 547,5 betragen. (Die Wellenlängengenauigkeit variiert je nach Gerät.  Die genauen Spezifikationen für Ihr Gerät finden Sie in Ihrem Benutzerhandbuch.)

Die Wellenlängenreproduzierbarkeit ist die Fähigkeit des Geräts, zur selben Wellenlänge zurückzukehren. Wenn man also 546 nm auswählt (und das Gerät aufgrund des Wellenlängenfehlers bezüglich der Genauigkeit zu 546,8 nm gewechselt hat), danach eine andere Wellenlänge einstellt und wieder zu 546 nm zurückkehrt, dann erwartet man, dass sich die Wellenlänge erneut auf den ursprünglichen Wert ± 0,1 nm bzw. auf einen Wert zwischen 546,7 und 546,9 nm einstellt.

Die Wellenlängenauflösung ist die Auflösung der Wellenlängenauswahl.  Diese ersten drei Parameter haben sämtlich mit der Fähigkeit des Geräts zu tun, das Beugungsgitter in eine bekannte Position (Genauigkeit), eine bestimmte Position (Präzision) und auflösend (Auflösung) zu drehen.

Die Bandbreite bezieht sich auf die spektrale Reinheit des durch die Probe gesendeten Lichts und wird hauptsächlich durch die Breite des Austrittsspalts reguliert. Im Gegensatz dazu erzeugt ein Laser echtes monochromatisches Licht bzw. Licht mit nur einer Frequenz. Ein Monochromator wählt eine kleine Auswahl aus einem Dispersionsspektrum aus, die in der Regel mehr als eine Frequenz bzw. Wellenlänge des Lichts enthält. Bezogen auf das obige Beispiel würde das durch die Probe gesendete Licht bei der Auswahl einer Wellenlänge von 546 nm (tatsächlich 546,8 nm) Wellenlängen von 544,3 bis 549,3 enthalten, eine Bandbreite von 5 nm. Die Spaltbreite ist bei den meisten Spektrometern festgelegt. Obwohl die Bandbreite eines Monochromators hauptsächlich durch die Breite des Austrittsspalts reguliert wird, kann bei einem Monochromator mit festgelegter Breite des Austrittsspalts auch der Einfallswinkel des Lichts, das durch das Beugungsgitter gestreut wird, zu geringen Veränderungen der Bandbreite als Funktion der Wellenlänge beitragen.

Hat dir diese Antwort geholfen?

Wird gesendet...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Beim Senden ist ein Fehler aufgetreten. Versuchen Sie es erneut.