Wie wird Trübung gemessen?

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Dokument-ID TE403

Veröffentlichungsdatum

Veröffentlichungsdatum 15.10.2019
Frage
Wie wird Trübung gemessen?
Zusammenfassung
Trübungsmessung
Antwort
Die Trübung wird mit Trübungsmessgeräten gemessen. Herkömmliche Trübungsmessgeräte senden Licht durch eine Wasserprobe und messen, wieviel Licht von Partikeln im Wasser in einem 90 Grad-Winkel zum einfallenden Licht gestreut wird. Diese Art der Streulichtmessung wird Nephelometrie genannt. Derartige Trübungsmessgeräte wurden für Feld- oder Labormessungen sowie für die Online-Überwachung entwickelt, bei der ein Alarm ausgelöst werden kann, wenn die Trübung Grenzwerte erreicht.

Die neueste Technologie der Trübungsmessung verwendet einen Laser, um die Lichtstreuung bei 90 Grad mit einem Radius von 360 Grad rund um die Probe zu messen.  Diese neue Technologie bietet eine bisher unerreichte optische Präzision, schnellere Ergebnisse und mehr Zuverlässigkeit bei Online- und Labormessungen.  Die TU5-Technologie ist zudem EPA-zugelassen.  Alles dreht sich um Trübung, schneller, besser und einfacher.

Die Trübung kann auch mit einem Colorimeter oder Spektralphotometer unter bestimmten Umständen gemessen werden. Hier wird die Lichtschwächung im sogenannten Durchlicht-Verfahren (Transmission) gemessen. Diese Art der Messung wird jedoch von Aufsichtsbehörden nicht als gültig angesehen und entspricht nicht der Definition der Trübung durch die American Public Health Association. Transmissionsmessungen sind zudem anfällig für Interferenzen bei gefärbten Proben. Darüber hinaus gibt es keine Korrelation zwischen der Transmission und den nephelometrischen Messungen. Dennoch werden gelegentlich Colorimeter und Spektralphotometer zur Bestimmung großer Trübungsänderungen eines Wassersystems oder zur Prozesskontrolle verwendet.

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